Archiv für den Monat: Mai 2014

Notwendigkeit und Chance (@hbunke)

Dass es immer noch keine inhaltlich breit angelegte, webbasierte und im besten Sinne moderne Open Access Zeitschrift für das Bibliothekswesen und die Informationswissenschaft in Deutschland gibt, ist eigentlich ein sehr peinliches Desiderat. Die größten Verfechter und Träger des OA-Gedankens kriegen es selbst nicht hin?

Insofern ist die Gründung von ‚Informationspraxis‘ zum einen ein unbedingt nötiger Schritt, der uns hoffentlich zunächst mal auf einen akzeptablen Stand bringen wird. Über die reine Notwendigkeit hinaus gefallen mir zum anderen aber auch zwei weitere Aspekte des Konzepts, die uns womöglich –entschuldigt bitte das Buzzword– tatsächlich auch als ein wenig innovativ dastehen lassen könnten, und zudem auch genügend Abgrenzung gewährleisten zu anderen womöglich jetzt doch entstehenden OA-Zeitschriften:

  • Das Journal entsteht ohne eine organisatorische Basis nur aus der Community. Ich hoffe sehr, dass es uns wirklich gelingt, so ein Projekt gemeinschaftlich und offen auf die Beine zu stellen.
  • Das Projekt böte uns auch eine Plattform, Neues auszuprobieren, sei es in konzeptioneller Hinsicht (Review, Erscheinungsform, Schwerpunkte…), oder sei es im Hinblick auf technische Entwicklungen webbasierten Publishings. Beides hängt natürlich sehr eng zusammen.

Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass das mit den Personen, die sich bereits jetzt sehr schnell hinter das Projekt gestellt haben, gelingen kann. Persönlich hab ich jedenfalls große Lust, mich (und meine Erfahrungen als Mitarbeiter bei Economics) da einzubringen, in welcher Form und Intensität auch immer.

Und last, but not least: Es wird wahrscheinlich sogar Spaß machen!

Aus #newLIS wird endlich mehr (@bibliothekarin)

Vor zwei Jahren schlug die Ankündigung der Zentral- und Landebibliothek Berlin, man gäbe den Bibliotheksdienst an de Gruyter, hohe Wellen in meiner Twitter-Timeline. Die Tatsache, dass man nicht den Weg von Open Access wählte, sorgte für Unmut und Unverständnis. Da die Zeitschrift auch nicht billiger wurde, häuften sich die Stimmen, die davon sprachen, den Bibliotheksdienst abzubestellen, aber auf der anderen Seite wurde deutlich, man braucht in der deutschsprachigen Bibliothekswelt eine Zeitschrift, deren Beiträge vielfältig, aber auch sofort zugänglich waren. Der Ruf nach Open Access wurde lauter und formierte sich unter dem Hashtag #newLIS. Die Diskussion schwappte nun unter diesem Schlagwort auch langsam nach Inetbib und in die Blogwelt.

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Die Zeit für Informationspraxis ist reif! @fahrenkrog

Die Verärgerung über den Umzug von Bibliotheksdienst zu de Gruyter war seinerzeit so groß, dass via Twitter schnell eine Diskussion über die mögliche Gründung einer neuen, echten Open Access Zeitschrift für den deutschsprachigen Raum aufflammte.

Nun kennen wir alle diese Situationen, auf die Empörung folgen aus allen Richtungen zunächst so Äußerungen wie: „man müsste mal…“ oder: „das kann doch nicht so schwer sein…“ usw. So auch in diesem Fall. Dankenswerterweise sammelte @bibliothekarin damals gleich die unterschiedlichen Diskussionsbeiträge im Pad und übertrug diese schließlich zur besseren Strukturierung in ein Wiki.

Nach kurzer Zeit hatten wir ein ansehnliches theoretisches Gerüst für eine neue Zeitschrift zustande gebracht. Womit wir uns aber alle damals – aus sehr unterschiedlichen Gründen – überfordert sahen, war die praktische Umsetzung.

@mrudolf beschrieb es in seinem Post gestern bereits, ab einem gewissen Punkt ruhte das Projekt dann. Solange, bis eben er und @lambo per Handschlag einen Neuanfang vereinbarten. Dann ging es recht schnell, zwischen besagtem Handschlag und dem Gründungstreffen im Bremen liegen nun nur wenige Wochen.

Warum mache ich bei Informationspraxis mit?

  • Weil meine Unzufriedenheit mit den bestehenden Angeboten fortdauert.
  • Weil ich einen Beitrag dazu leisten will, eine deutschsprachige Zeitschrift in unserem Bereich von der Community für die Community zu realisieren, die konsequent die Möglichkeiten des Netzes und der Vernetzung ausschöpft.
  • Weil ich mit der Community gemeinsam neue Wege bei der Umsetzung, bei Erscheinungsform, Formaten, Themenfindung, Qualitätssicherung und Zusammenarbeit beschreiten möchte.
  • Weil ich mir eine offene Kultur für das Projekt wünsche, durch die sich möglichst viele dazu eingeladen fühlen, an der Realisierung mitzugestalten.
  • Weil die Zeit für Informationspraxis reif ist!

Also, tun wir es!

Weshalb ich bei Informationspraxis mitmache (@mrudolf)

Als vor zwei Jahren die Diskussion um #newLIS wogte, habe auch ich mich  geäussert und bin für eine neue informationswissenschaftliche Zeitschrift eingetreten.  Mehrere Aspekte waren damals für mich wichtig und sind es heute noch: die vorbehaltlose Umsetzung von Open Access, der Einbezug der Community (oder die Community als Trägerschaft), eine international übliche aber im deutschen Sprachraum in unserem Fachgebiet noch seltene Qualitätssicherung, die konsequente Vernetzung mit allen Möglichkeiten des Web 2.0 – kurz die Umsetzung der Anforderungen an moderne wissenschaftliche Kommunikation in unserer eigenen Branche.

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Die Fachcommunity der Informationsberufe braucht eine Open Access-Fachzeitschrift: Wann, wenn nicht jetzt?

(TL;DR) Die Fachcommunity der Informationsberufe zerlegt sich gerade in einen vernetzten und einen weniger vernetzten Teil. Eine Open-Access-Fachzeitschrift mit vielen, verschiedenen Autor*innen und Leser*innen könnte die übergreifende Kommunikation wieder voranbringen. Die „Großen“ (Berufsverbände, etablierte Branchenmedien etc.) bringen eine solche Initiative nicht zustande, dehalb kommt sie jetzt von „unten“ — von mehr als 20 aktiven Autor*innen und Macher*innen aus der Branche, die am 4.6. in Bremen eine solche Zeitschrift gründen wollen. Weiterlesen

Gründungsversammlung Informationspraxis in Bremen

Wer an einer Mitarbeit bei dem neuen Journal „Informationspraxis“ interessiert ist, kann gerne bei unserem ersten physischen Ttreffen teilnehmen.

Wann: Mittwoch, den 4.6.2014, von 18:30 bis 20:00

Wo: Bandonion (http://www.bandonion-bremen.de/ – Gertrudenstraße 37, Bremen)

Da der Platz im Veranstaltungsraum des Bandonion auf max. 32 Personen begrenzt ist, müssen wir leider darum bitten, sich vorab anzumelden.