Open Peer Review: Mittermaier: Double Dipping beim Hybrid Open Access – Chimäre oder Realität?

AutorInnen: Bernhard Mittermaier
Titel: Double Dipping beim Hybrid Open Access – Chimäre oder Realität?

Volltext des Artikels (PDF)

Zusammenfassung
Hybrid Open Access steht in einer heftigen Diskussion. Ein Knackpunkt ist dabei die Frage, ob „Double Dipping“ stattfindet, ob also beim gleichen Artikel sowohl Subskriptionsgebühren als auch Publikationsgebühren gezahlt werden. Um die Zusicherung von Verlagen, kein Double Dipping zu betreiben, zu überprüfen wurden 30 nationale und internationale Verlage um Auskünfte zu spezifischen Fragen bezüglich ihrer Preispolitik gebeten. Das Resultat ist ziemlich ernüchternd: Die Spannbreite reicht von sehr allgemeinen, unüberprüfbaren Aussagen über teilweises Double Dipping bis zu völligem Double Dipping. In keinem Fall bedeutete die Existenz einer „No Double Dipping“-Politk, dass tatsächlich auch kein Double Dipping stattfindet.

Schlüsselwörter
Hybrid Open Access, Double Dipping, Zeitschriften, Umfrage
Double Dipping in Hybrid Open Access – Chimera or Reality?

Abstract
The pros and cons of hybrid open access are heavily disputed. A main point of discussion is whether “double dipping” takes place, i.e. paying twice to publish and read the same article. To prove publishers’ assertions that they do not double dip, a survey was conducted of 30 publishers with detailed questions about their pricing policy using concrete examples. The outcome is quite sobering: the results range from partial double dipping to full double dipping, and in no instance did a “no Double Dipping” policy mean that no double dipping takes place.

Keywords
Hybrid open access, double dipping, journals, survey

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3 Gedanken zu „Open Peer Review: Mittermaier: Double Dipping beim Hybrid Open Access – Chimäre oder Realität?

  1. Pingback: Etappenziel erreicht! | Informationspraxis

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  3. Ulrich Herb

    Ein sehr gelungener Artikel, mehr kann ich nicht sagen, vielen Dank dem Autoren. Ich finde allerdings, dass das Hauptproblem darin liegt, dass Verlage (Closed Access und auch viele APC-basierte Open-Access-Angebote) die Kosten eines Artikels nicht exakt beziffern können oder wollen. Solange diese Informationen nicht vorliegen, kann man aber die möglichen Nachlässe durch hybriden OA nicht bestimmen.

    Antworten

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