Archiv für den Monat: Januar 2016

Open Peer Review: Lernort Öffentliche Bibliothek und Open Educational Resources (OER) – Zusammenbringen, was zusammen gehört

Autorin: Gabriele FAHRENKROG
Titel: Lernort Öffentliche Bibliothek und Open Eductional Resources (OER) – Zusammenbringen, was zusammen gehört

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Zusammenfassung
Mit den Veränderungen durch die Digitalisierung im Bildungsbereich, hin zu orts- und zeitunabhängigen Verfügbarkeit von Inhalten, zu Kollaboration und Partizipation in Lehr- und Lernkontexten, verändern sich auch die Anforderungen an den Lernort Bibliothek. Öffentliche Bibliotheken bieten Zugang zu Lehr- und Lernmaterialien und unterstützen Menschen in allen allen Belangen zu Aus- und Weiterbildung. Obwohl es sich bei OER (Open Educational Resources) um Bildungsmedien handelt, haben sie bislang nicht den Weg in Öffentliche Bibliotheken gefunden. Es wird dargelegt, welche Gründe für ein Engagement von Bibliotheken mit OER spricht und aufgezeigt, was Öffentliche Bibliotheken mit bereits vorhandenen Kompetenzen und vorhandener Infrastruktur konkret unternehmen können, um  für das Thema OER zu sensibilisieren, OER zu vermitteln und dazu anzuregen, aktiv freie Bildungsmaterialen zu erstellen und weiter zu bearbeiten.

Schlüsselwörter
Öffentliche Bibliothek; Lernort; OER; Open Educational Resources

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Open Peer Review: Social Media-Aktivitäten wissenschaftlicher Bibliotheken – Ergebnisse einer Bachelorarbeit

Autorin: Anika Pfützner
Titel: Social Media-Aktivitäten wissenschaftlicher Bibliotheken – Ergebnisse einer Bachelorarbeit

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Zusammenfassung
Laut der JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest gehören Computer und ein Internetanschluss heutzutage genauso selbstverständlich zur technischen Grundausstattung wie ein Fernsehgerät oder das Handy bzw. Smartphone und sind in fast allen Haushalten (min. 98%) zu finden (mpfs [2014], S. 23, 27). Laut der gleichen Studie halten sich vier von fünf der 12-19 Jährigen täglich im Internet auf. Die Hauptaktivitäten sind mit Freunden chatten, Online-Communities wie z.B. Facebook nutzen und E-Mails versenden und empfangen. So findet die Kommunikation von Privatpersonen und Unternehmen heute zu einem immer größer werdenden Teil in sozialen Netzwerken und über verschiedenste Internetdienste statt. Facebook ist mit über einer Milliarde Nutzern das größte soziale Netzwerk weltweit (Allfacebook [2013]). Durchschnittlich sind 802 Millionen aktive Nutzer (Stand März 2014) täglich bei Facebook online, um mit Kontakten weltweit in Verbindung zu bleiben und interessante Inhalte miteinander zu teilen (Facebook [2014]). Es gibt sowohl private Nutzerprofile als auch Organisationen mit eigenen Facebook-Seiten als Nutzungsformen (Vgl. Neumann, M. [2014], S. 16). Neben Unternehmen sind seit einigen Jahren immer mehr Behörden, Verwaltungen und öffentliche Bibliothek in sozialen Netzwerken aktiv. Gründe für die Etablierung von Social Media-Maßnahmen sind u.a. Imagepflege, Erhöhung der Kundenbindung, Steigerung der Bekanntheit, Traffic-Erhöhung auf der eigenen Homepage, PR- und Marketing-Verbesserung sowie die Intensivierung des Kundendialogs. (Statista [2014]). Social Media kann das vorhandene Engagement der Öffentlichkeitsarbeit sinnvoll ergänzen. In der Bachelorarbeit wurden Social Media-Aktivitäten wissenschaftlicher Bibliotheken in Deutschland erfasst und ausgewertet. Bibliotheken investieren einen immer größer werdenden Teil ihrer finanziellen Mittel in den Ausbau der elektronischen Angebote. So haben sich der Anteil der Ausgaben für elektronische Medien am gesamten Medienetat in wissenschaftlichen Bibliotheken zwischen 2007 (19%) und 2012 (41%) mehr als verdoppelt lt. Hochschulbibliothekszentrum 2012 (Vgl. Hennies, M. [2013], S. 243). So stehen den Nutzern immer mehr Bibliotheksbestände online zur Verfügung. Diese Bestände besser sichtbar zu machen, ist nur eine Möglichkeit, die durch eine gute Social Media-Kommunikation erreicht werden kann. Die meisten Bibliotheken haben die Entwicklungen erkannt und Social Media-Aktivitäten in die Öffentlichkeitsarbeit integriert. Jedoch müssen alle Maßnahmen in der Gesamtstrategie klar strukturiert und professionell sowie interessant gestaltet werden, sonst kann das Image darunter leiden. Ob Facebook und Twitter in den nächsten Jahren noch die Kanäle der Wahl sind, kann aus heutiger Sicht nicht abgeschätzt werden. So wie sich die Nutzungsbedürfnisse ändern, können sich auch die Kommunikations- und Informationsbedürfnisse der Zielgruppen ändern. Unstrittig ist jedoch, dass es auch in Zukunft Kanäle und Netzwerke geben wird, die für die verschiedenen Zielgruppen relevant sein werden. In diesem Bereich gilt es wachsam zu sein und diese Nutzungsänderung frühzeitig zu erkennen und die Angebote dementsprechend anzupassen. Zu beachten ist weiterhin, dass der Social Media-Kanal nicht nur als Push-Kanal gesehen werden darf, sondern als Plattform für den Kundenservice und den Austausch mit der Zielgruppe verstanden wird. Trotzdem kann eine solche Präsenz neben vielen Chancen auch negative Folgen haben. So kann es zu unerwünschten Nebeneffekten wie z.B. beleidigende Kommentare oder einem Shitstorm kommen. Diese Krisensituationen müssen von den Verantwortlichen rechtzeitig wahrgenommen und professionell bearbeitet werden. Diesen Risiken muss sich jede Einrichtung bewusst sein und es ist sicher hilfreich eine konkrete Notfallstrategie zu erarbeiten. Die Auswertung der wissenschaftlichen Bibliotheken stellt ausschließlich einen kleinen Ausschnitt des deutschen Bibliothekswesens und deren Angebote in sozialen Netzwerken dar. Die Relevanz von sozialen Netzwerken wird auch in Zukunft eine große Rolle spielen. Beispielsweise im Bereich Personal (Personalgewinnung, Personalbranding etc.) ist das Potential der Netzwerke noch nicht ausgeschöpft. Für einige Bibliotheken hat der Kampf um geeignete Mitarbeiter bereits begonnen.

Schlüsselwörter
Bibliotheken; Social Media

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