Archiv des Autors: Christian Hauschke

Der Informationspraxis-Lesebericht 2016

Das Jahr 2016 ist vorüber. Ein Jahr, in dem wir – wie auch schon 2015 – zwölf Artikel veröffentlichen konnten. Diese Artikel wurden nicht nur veröffentlicht, sondern auch abgerufen. Der beliebteste Artikel im letzten Jahr war Einfluss von Informationskompetenz – Veranstaltungen auf die Qualität von Masterarbeiten von Gary Seitz und Barbara Grossmann. Die folgende Tabelle ist sortiert nach „Artikelansichten gesamt“, wofür HTML-, EPUB- und PDF-Ansichten bzw. Downloads zusammengezählt wurden.

Artikeltitel DOI Ausgabe veröffentlicht Abstract-Ansichten Artikelansichten gesamt HTML EPUB PDF
1. Einfluss von Informationskompetenz-Veranstaltungen auf die Qualität von Masterarbeiten http://dx.doi.org/10.11588/ip.2016.1.23295 Bd. 2, Nr. 1 (2016) 15.02.2016 21:12 1341 1187 600 54 533
2. Roving Librarians in der Zentralbibliothek der Hochschule Hannover: ein Experiment http://dx.doi.org/10.11588/ip.2016.1.28559 Bd. 2, Nr. 1 (2016) 05.05.2016 20:00 2093 1090 443 60 587
3. Barrierefreiheit zur Routine machen – Praxisfall: Digitale Bibliothek http://dx.doi.org/10.11588/ip.2015.1.16888 Bd. 1, Nr. 1 (2015) 23.04.2015 18:30 627 719 467 56 196
4. Lernort Öffentliche Bibliothek und Open Educational Resources (OER) – Zusammenbringen, was zusammen gehört http://dx.doi.org/10.11588/ip.2016.1.26628 Bd. 2, Nr. 1 (2016) 04.03.2016 18:15 1205 690 320 49 321
5. Urban Gardening und Öffentliche Bibliotheken: Konzeption einer Veranstaltungsreihe in der Stadtbibliothek Bad Oldesloe http://dx.doi.org/10.11588/ip.2016.1.23822 Bd. 2, Nr. 1 (2016) 14.01.2016 16:47 1171 689 231 92 366
6. Ist die Bibliothek ein Dritter Ort? Ein Seminarbericht http://dx.doi.org/10.11588/ip.2015.2.23763 Bd. 1, Nr. 2 (2015) 25.11.2015 11:40 1179 623 278 54 291
7. Die digitale Zugänglichkeit von Archivalien: Stand der Dinge aus Praxissicht http://dx.doi.org/10.11588/ip.2016.2.29123 Bd. 2, Nr. 2 (2016) 07.07.2016 15:49 1021 561 182 73 306
8. Double Dipping beim Hybrid Open Access – Chimäre oder Realität? http://dx.doi.org/10.11588/ip.2015.1.18274 Bd. 1, Nr. 1 (2015) 23.04.2015 18:31 429 549 307 26 137
9. Informationssuchverhalten als Grundlage für die Gestaltung von Veranstaltungen zum Erwerb von Informationskompetenz http://dx.doi.org/10.11588/ip.2015.2.19391 Bd. 1, Nr. 2 (2015) 14.09.2015 19:40 573 522 309 35 178
10. Workshopbericht: Armut und Bibliotheken (Nürnberg 2015) http://dx.doi.org/10.11588/ip.2015.2.24186 Bd. 1, Nr. 2 (2015) 03.11.2015 14:33 894 476 177 39 260

Insgesamt wurden 16.158 Abstract-Ansichten und 10.586 Artikel-Ansichten gezählt. Die beliebtesten Formate für die Betrachtung eines Artikels sind HTML (5193), PDF (4376) und mit großem Abstand EPUB (938).

Die hier angegebenen Zahlen wurden mit dem OJS-eigenen „zeitbezogenen Lese-Bericht“ erstellt. Abweichungen von den für jeden Artikel sichtbaren öffentlichen Abrufstatistiken via OA-Statistik können durch unterschiedliche Zählweisen auftreten. Der oben genannte Topartikel von Wollschläger wurde laut OA-Statistik 2016 beispielsweise 1057 Mal abgerufen.

Informationspraxis im ScienceOpen-Index

ScienceOpen hat vor einem Monat einen Wettbewerb für Zeitschriften ausgerufen, die sich dem „Platin-Open-Access“ verschrieben haben. Gemeint sind damit Zeitschriften, die Open Access nach allen Regeln der Kunst umsetzen und darüber hinaus keine Gebühren von AutorInnen (APCs) erheben. Nun wurden die die Gewinner bekannt gegeben (Hervorhebung von mir):

  1. JLIS.it
  2. Magnificat Cultura i Literatura Medievals
  3. Algerian Journal of Natural Products
  4. Matters and Matters Select
  5. Informationspraxis
  6. Izquierdas (revista)
  7. Journal of Paleontological Techniques

„Gewonnen“ haben wir die Indexierung durch ScienceOpen. Informationspraxis-Artikel sind also bald auf einem weiteren Wege recherchierbar, die Publikationen dann noch stärker sichtbar.

Wir freuen uns, die Artikel über Ihre Projekte, Arbeitsergebnisse und Ideen nun auch via ScienceOpen mit der Fachcommunity teilen zu können. Vielleicht kennen Sie auch Kollegen und Kolleginnen, die in ihrem Arbeitsalltag praxisrelevante Erfahrungen gesammelt haben, die es wert sind veröffentlicht zu werden, so dass die Berufsgemeinschaft davon profitieren kann? Wir freuen uns über Ihre Anregungen, Einreichungen und Ideen! Informationen darüber finden Sie hier.

Oder haben Sie Interesse daran, sich bei Informationspraxis einzubringen? Wir laden alle Interessierten herzlich dazu ein, sich auf unterschiedlichen Gebieten aktiv bei der Herausgabe der Zeitschrift zu engagieren. Setzen Sie sich gerne jederzeit über info@informationspraxis.de mit der Redaktion in Verbindung.

Neuer Beitrag veröffentlicht: Die digitale Zugänglichkeit von Archivalien: Stand der Dinge aus Praxissicht

Autor: Beat MATTMANN
Titel:
Die digitale Zugänglichkeit von Archivalien: Stand der Dinge aus Praxissicht

Zusammenfassung
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg – ein Sprichwort, das bei der Digitalisierung von Kulturgut nicht immer gilt, wie dieser Artikel zeigt. Natürlich sind die Chancen der Digitalisierung allgemein bekannt. Der Weg zur Nutzung dieser Chancen ist allerdings nicht selten steinig. Eine Digitalisierung ist weder günstig, wie dieser Artikel vorrechnet, noch rechtlich immer unproblematisch. In der Praxis zeigt sich jedoch ein kreativer Umgang mit diesen Hürden – durch effiziente Ressourcennutzung, aber auch progressive Rechtsauslegungen oder Beteiligung an Gesetzesrevisionen. Mit diesem Willen ist man also, trotz ungünstiger Rahmenbedingungen, auf einem guten Weg, auch wenn dieser Geduld erfordert.

Schlüsselwörter
Archiv, Sondersammlung, Selektion, Urheberrecht, Digitalisierungskosten

Im Zitat: Barrierefreiheit zur Routine machen – Praxisfall: Digitale Bibliothek

Charlotte Frauchiger setzte sich in ihrer an der HTW Chur entstandenen Bachelorarbeit mit Anforderungen an barrierefreie E-Books auseinander. Sie verweist dabei mehrfach auf eine Informationspraxis-Publikation, die viele der hier behandelten Problemfelder thematisierte, nämlich auf den Artikel „Barrierefreiheit zur Routine machen“ von Susanne Baudisch, Elke Dittmer und Thomas Kahlisch. Beispielhaft sei hier der Einsatz von MathML oder DRM (S. 15) und die Vorteile eines XML-basierten Publikationsprozesses (u.a. S. 20) genannt. Die Bachelorarbeit ist in der Reihe Churer Schriften zur Informationswissenschaft als Band 77 erschienen.

Das zitierende Werk:
Frauchiger, Charlotte 2016. Barrierefreie E-Books. Chur. (Churer Schriften zur Informationswissenschaft, 77). URL: http://www.htwchur.ch/uploads/media/CSI_77_Frauchiger.pdf.

Der zitierte Beitrag:
Baudisch, Susanne, Dittmer, Elke & Kahlisch, Thomas 2015. Barrierefreiheit zur Routine machen – Praxisfall: Digitale Bibliothek. Informationspraxis 1(1). Online im Internet: DOI: 10.11588/ip.2015.1.16888

Informationspraxis in DOAJ, INFODATA und wissenschaftlichen Suchmaschinen

Kürzlich berichteten wir, dass in der Informationspraxis veröffentlichte Beiträge im Directory of Open Access Journals verzeichnet werden. Auf diesem Weg landen die Beiträge auch in diversen Datenbanken und Bibliothekskatalogen.

Doch nicht nur dort sind die Beiträge zu finden, sondern auch in Google Scholar und zumindest teilweise in der Preview des neuen Konkurrenten Microsoft Academic. Hier ist zum Beispiel der Artikel über „Double Dipping beim Hybrid Open Access – Chimäre oder Realität?“ von Bernhard Mittermaier.

Darüber hinaus werden die in der Informationspraxis erschienenen Beiträge auch in INFODATA verzeichnet – rechts oben unter „Zeitschriften / Schriftenreihen“ oder direkt hier.

Im Zitat: Informationssuchverhalten als Grundlage für die Gestaltung von Veranstaltungen zum Erwerb von Informationskompetenz

Es gibt gute Gründe, das von Wilfried Sühl-Strohmenger und Martina Straub herausgegebene „Handbuch Informationskompetenz“ als das Standardwerk zur Informationskompetenz im deutschsprachigen Raum zu bezeichnen. Im Vorwort zur gerade erschienenen zweiten Auflage fragt Sühl-Strohmenger, ob eine neue Definition des Begriffes Informationskompetenz notwendig sei. Er verneint dies, belegt jedoch die Notwendigkeit der vorgelegten Überarbeitung des Handbuchs (auf Seite 2) unter anderem mit verändertem Informationsverhalten, wobei er sich auf einen Artikel von Martin Wollschläger-Tigges bezieht.

Zum anderen hat sich das Verständnis von Informationskompetenz, auch unter dem Eindruck sich wandelnden Informationsverhaltens in digitalen und heterogenen Medienwelten, weiter ausdifferenziert.

Das zitierende Werk:
Sühl-Strohmenger, Wilfried & Straub, Martina (Hg.) 2016. Handbuch Informationskompetenz / herausgegeben von Wilfried Sühl-Strohmenger. Unter Mitwirkung von Martina Straub. 2., überarbeitete Auflage. Berlin: De Gruyter Saur. (De Gruyter Reference). DOI: 10.1515/9783110255188.

Der zitierte Beitrag:
Wollschläger-Tigges, Martin 2015. Informationssuchverhalten als Grundlage für die Gestaltung von Veranstaltungen zum Erwerb von Informationskompetenz. Informationspraxis 1(2). DOI: 10.11588/ip.2015.2.19391.

Im Zitat: Double Dipping beim Hybrid Open Access

Als Band 403 der Berliner Handreichungen zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft veröffentlichte Arvid Deppe die Ansätze zur Verstetigung von Open-Access-Publikationsfonds. Er bietet darin eine Zusammenstellung verschiedener Maßnahmen diverser Akteure im Open-Access-Sektor. Unter anderem geht er auch auf die Problematik des Double Dipping ein.

Wie zu erwarten blieb auch die Kritik an der Open-Access-Politik in Folge des [Finch-]Reports nicht aus. Sie richtet sich u.a. gegen die hohen Kosten für die Umstellung, die der Report auf £ 50-60 Mio. beziffert. Dabei wird das vielfach kritisierte Double Dipping nicht nur nicht unterbunden, sondern zusätzlich bestärkt, hat diese Förderpolitik laut Mittermaier doch einige Verlage dazu bewogen, hybride Angebote auszubauen oder wieder aufzulegen.

Das zitierende Werk:
Deppe, Arvid 2015. Ansätze zur Verstetigung von Open-Access-Publikationsfonds. Univ., Masterarbeit–Berlin. Berlin: Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. (Berliner Handreichungen zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft, 403). Online im Internet: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:11-100234262.

Der zitierte Beitrag:
Mittermaier, Bernhard 2015. Double Dipping beim Hybrid Open Access – Chimäre oder Realität? Informationspraxis 1(1). DOI: 10.11588/ip.2015.1.18274.

Neuer Beitrag: Einfluss von Informationskompetenz-Veranstaltungen auf die Qualität von Masterarbeiten

AutorInnen: Gary Seitz, Barbara Grossmann
Titel: Einfluss von Informationskompetenz-Veranstaltungen auf die Qualität von Masterarbeiten

Zusammenfassung
Am Geographischen Institut der Universität Zürich haben die Studierenden, welche als erster Jahrgang die IK-Veranstaltung als Pflichtmodul absolvierten, ihre Masterarbeit abgeschlossen. Mit einer quantitativen Auswertung wird untersucht, ob sich die Qualität der Quellen in den Masterarbeiten verbessert hat. Dazu werden die Literaturverzeichnisse einer bibliometrischen Analyse unterzogen. Anschliessend werden die erhaltenen Werte mit denjenigen verglichen, welche von Arbeiten ohne IK-Schulung erhoben wurden. Diese Methodik könnte ein Werkzeug darstellen, um Informationskompetenz-Veranstaltungen bezüglich ihrer Relevanz für wissenschaftliches Arbeiten evaluieren zu können.

Schlüsselwörter
Informationskompetenz; Bibliometrie; Impactmessung

Informationspraxis nun auch im DOAJ

Die Registrierung und Überprüfung ist nun erfolgreich bestanden: Informationspraxis ist nun im Directory of Open Access (DOAJ) aufgenommen worden. Im dortigen Eintrag finden sich vielerlei Informationen, unter anderem zu Veröffentlichungsgebühren (gibt es nicht).

Vor allem sind dort aber auch die Daten zu den einzelnen Artikeln zu finden. Und das wiederum bedeutet, dass wir auf diesem Weg zusätzliche Sichtbarkeit für die bei uns veröffentlichten Artikel schaffen können. Die DOAJ-Daten werden nämlich von einer Vielzahl an Diensten weiterverwertet, unter anderem von der Bielefeld Academic Search Engine oder dem Findex. Und dadurch wiederum in anderen Datenbanken, Katalogen und Suchmaschinen.

Warum wir das DOAJ-Siegel nicht erhalten haben? Weil uns noch(!) die Langzeitarchivierungs-Option fehlt. Aber auch daran wird natürlich gearbeitet…

Die neue Rubrik: „Berichte und Kritik“

Vor einigen Tagen fragten wir hier nach einem neuen Namen für eine neue Rubrik, in der Rezensionen und Veranstaltungsberichte erscheinen können – ohne Peer Review, nach redaktioneller Begutachtung. Unter den Vorschlägen waren viele gute, aber einer, der uns besonders gefiel: „Berichte und Kritik“. Und so soll die Rubrik nun auch heißen. Vielen Dank an Bernhard Tempel für diesen Vorschlag!

Warum genau diese Bezeichnung? Weil sie erstens genau erfasst, was in dieser Rubrik inhaltlich zu erwarten ist. Aber im Gegensatz zum zweitplatzierten „Berichte und Rezensionen“ (Vorschlag von Markus Trapp) mehr Raum lässt. Wird unter einer Rezension klassisch die Besprechung eines Textes verstanden, so bietet „Kritik“ mehr begriffliche Freiheit und lädt (hoffentlich) dazu ein, auch Software oder anderes zu besprechen.

Der erste Beitrag in dieser Rubrik ist der frisch veröffentlichte „Workshopbericht: Armut und Bibliotheken (Nürnberg 2015)“ von Jens Ambacher, Gabriele Fahrenkrog, Rudolf Mumenthaler, Ruth Schaffer Wüthrich, Karsten Schuldt und Bruno Wüthrich.

Hier finden Sie Informationen zur Einreichung. Falls Sie nicht sicher sind, ob die von Ihnen geplante Besprechung oder der Bericht für Informationspraxis geeignet ist, können Sie uns gerne vorab kontaktieren.

Übrigens: Wir würden uns sehr über Berichte, Rezensionen und andere Artikel aus dem Archiv- und Museumsbereich freuen!