Archiv des Autors: Christian Hauschke

Neuer Beitrag veröffentlicht: Die digitale Zugänglichkeit von Archivalien: Stand der Dinge aus Praxissicht

Autor: Beat MATTMANN
Titel:
Die digitale Zugänglichkeit von Archivalien: Stand der Dinge aus Praxissicht

Zusammenfassung
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg – ein Sprichwort, das bei der Digitalisierung von Kulturgut nicht immer gilt, wie dieser Artikel zeigt. Natürlich sind die Chancen der Digitalisierung allgemein bekannt. Der Weg zur Nutzung dieser Chancen ist allerdings nicht selten steinig. Eine Digitalisierung ist weder günstig, wie dieser Artikel vorrechnet, noch rechtlich immer unproblematisch. In der Praxis zeigt sich jedoch ein kreativer Umgang mit diesen Hürden – durch effiziente Ressourcennutzung, aber auch progressive Rechtsauslegungen oder Beteiligung an Gesetzesrevisionen. Mit diesem Willen ist man also, trotz ungünstiger Rahmenbedingungen, auf einem guten Weg, auch wenn dieser Geduld erfordert.

Schlüsselwörter
Archiv, Sondersammlung, Selektion, Urheberrecht, Digitalisierungskosten

Im Zitat: Barrierefreiheit zur Routine machen – Praxisfall: Digitale Bibliothek

Charlotte Frauchiger setzte sich in ihrer an der HTW Chur entstandenen Bachelorarbeit mit Anforderungen an barrierefreie E-Books auseinander. Sie verweist dabei mehrfach auf eine Informationspraxis-Publikation, die viele der hier behandelten Problemfelder thematisierte, nämlich auf den Artikel „Barrierefreiheit zur Routine machen“ von Susanne Baudisch, Elke Dittmer und Thomas Kahlisch. Beispielhaft sei hier der Einsatz von MathML oder DRM (S. 15) und die Vorteile eines XML-basierten Publikationsprozesses (u.a. S. 20) genannt. Die Bachelorarbeit ist in der Reihe Churer Schriften zur Informationswissenschaft als Band 77 erschienen.

Das zitierende Werk:
Frauchiger, Charlotte 2016. Barrierefreie E-Books. Chur. (Churer Schriften zur Informationswissenschaft, 77). URL: http://www.htwchur.ch/uploads/media/CSI_77_Frauchiger.pdf.

Der zitierte Beitrag:
Baudisch, Susanne, Dittmer, Elke & Kahlisch, Thomas 2015. Barrierefreiheit zur Routine machen – Praxisfall: Digitale Bibliothek. Informationspraxis 1(1). Online im Internet: DOI: 10.11588/ip.2015.1.16888

Informationspraxis in DOAJ, INFODATA und wissenschaftlichen Suchmaschinen

Kürzlich berichteten wir, dass in der Informationspraxis veröffentlichte Beiträge im Directory of Open Access Journals verzeichnet werden. Auf diesem Weg landen die Beiträge auch in diversen Datenbanken und Bibliothekskatalogen.

Doch nicht nur dort sind die Beiträge zu finden, sondern auch in Google Scholar und zumindest teilweise in der Preview des neuen Konkurrenten Microsoft Academic. Hier ist zum Beispiel der Artikel über „Double Dipping beim Hybrid Open Access – Chimäre oder Realität?“ von Bernhard Mittermaier.

Darüber hinaus werden die in der Informationspraxis erschienenen Beiträge auch in INFODATA verzeichnet – rechts oben unter „Zeitschriften / Schriftenreihen“ oder direkt hier.

Im Zitat: Informationssuchverhalten als Grundlage für die Gestaltung von Veranstaltungen zum Erwerb von Informationskompetenz

Es gibt gute Gründe, das von Wilfried Sühl-Strohmenger und Martina Straub herausgegebene „Handbuch Informationskompetenz“ als das Standardwerk zur Informationskompetenz im deutschsprachigen Raum zu bezeichnen. Im Vorwort zur gerade erschienenen zweiten Auflage fragt Sühl-Strohmenger, ob eine neue Definition des Begriffes Informationskompetenz notwendig sei. Er verneint dies, belegt jedoch die Notwendigkeit der vorgelegten Überarbeitung des Handbuchs (auf Seite 2) unter anderem mit verändertem Informationsverhalten, wobei er sich auf einen Artikel von Martin Wollschläger-Tigges bezieht.

Zum anderen hat sich das Verständnis von Informationskompetenz, auch unter dem Eindruck sich wandelnden Informationsverhaltens in digitalen und heterogenen Medienwelten, weiter ausdifferenziert.

Das zitierende Werk:
Sühl-Strohmenger, Wilfried & Straub, Martina (Hg.) 2016. Handbuch Informationskompetenz / herausgegeben von Wilfried Sühl-Strohmenger. Unter Mitwirkung von Martina Straub. 2., überarbeitete Auflage. Berlin: De Gruyter Saur. (De Gruyter Reference). DOI: 10.1515/9783110255188.

Der zitierte Beitrag:
Wollschläger-Tigges, Martin 2015. Informationssuchverhalten als Grundlage für die Gestaltung von Veranstaltungen zum Erwerb von Informationskompetenz. Informationspraxis 1(2). DOI: 10.11588/ip.2015.2.19391.

Im Zitat: Double Dipping beim Hybrid Open Access

Als Band 403 der Berliner Handreichungen zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft veröffentlichte Arvid Deppe die Ansätze zur Verstetigung von Open-Access-Publikationsfonds. Er bietet darin eine Zusammenstellung verschiedener Maßnahmen diverser Akteure im Open-Access-Sektor. Unter anderem geht er auch auf die Problematik des Double Dipping ein.

Wie zu erwarten blieb auch die Kritik an der Open-Access-Politik in Folge des [Finch-]Reports nicht aus. Sie richtet sich u.a. gegen die hohen Kosten für die Umstellung, die der Report auf £ 50-60 Mio. beziffert. Dabei wird das vielfach kritisierte Double Dipping nicht nur nicht unterbunden, sondern zusätzlich bestärkt, hat diese Förderpolitik laut Mittermaier doch einige Verlage dazu bewogen, hybride Angebote auszubauen oder wieder aufzulegen.

Das zitierende Werk:
Deppe, Arvid 2015. Ansätze zur Verstetigung von Open-Access-Publikationsfonds. Univ., Masterarbeit–Berlin. Berlin: Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. (Berliner Handreichungen zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft, 403). Online im Internet: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:11-100234262.

Der zitierte Beitrag:
Mittermaier, Bernhard 2015. Double Dipping beim Hybrid Open Access – Chimäre oder Realität? Informationspraxis 1(1). DOI: 10.11588/ip.2015.1.18274.

Neuer Beitrag: Einfluss von Informationskompetenz-Veranstaltungen auf die Qualität von Masterarbeiten

AutorInnen: Gary Seitz, Barbara Grossmann
Titel: Einfluss von Informationskompetenz-Veranstaltungen auf die Qualität von Masterarbeiten

Zusammenfassung
Am Geographischen Institut der Universität Zürich haben die Studierenden, welche als erster Jahrgang die IK-Veranstaltung als Pflichtmodul absolvierten, ihre Masterarbeit abgeschlossen. Mit einer quantitativen Auswertung wird untersucht, ob sich die Qualität der Quellen in den Masterarbeiten verbessert hat. Dazu werden die Literaturverzeichnisse einer bibliometrischen Analyse unterzogen. Anschliessend werden die erhaltenen Werte mit denjenigen verglichen, welche von Arbeiten ohne IK-Schulung erhoben wurden. Diese Methodik könnte ein Werkzeug darstellen, um Informationskompetenz-Veranstaltungen bezüglich ihrer Relevanz für wissenschaftliches Arbeiten evaluieren zu können.

Schlüsselwörter
Informationskompetenz; Bibliometrie; Impactmessung

Informationspraxis nun auch im DOAJ

Die Registrierung und Überprüfung ist nun erfolgreich bestanden: Informationspraxis ist nun im Directory of Open Access (DOAJ) aufgenommen worden. Im dortigen Eintrag finden sich vielerlei Informationen, unter anderem zu Veröffentlichungsgebühren (gibt es nicht).

Vor allem sind dort aber auch die Daten zu den einzelnen Artikeln zu finden. Und das wiederum bedeutet, dass wir auf diesem Weg zusätzliche Sichtbarkeit für die bei uns veröffentlichten Artikel schaffen können. Die DOAJ-Daten werden nämlich von einer Vielzahl an Diensten weiterverwertet, unter anderem von der Bielefeld Academic Search Engine oder dem Findex. Und dadurch wiederum in anderen Datenbanken, Katalogen und Suchmaschinen.

Warum wir das DOAJ-Siegel nicht erhalten haben? Weil uns noch(!) die Langzeitarchivierungs-Option fehlt. Aber auch daran wird natürlich gearbeitet…

Die neue Rubrik: „Berichte und Kritik“

Vor einigen Tagen fragten wir hier nach einem neuen Namen für eine neue Rubrik, in der Rezensionen und Veranstaltungsberichte erscheinen können – ohne Peer Review, nach redaktioneller Begutachtung. Unter den Vorschlägen waren viele gute, aber einer, der uns besonders gefiel: „Berichte und Kritik“. Und so soll die Rubrik nun auch heißen. Vielen Dank an Bernhard Tempel für diesen Vorschlag!

Warum genau diese Bezeichnung? Weil sie erstens genau erfasst, was in dieser Rubrik inhaltlich zu erwarten ist. Aber im Gegensatz zum zweitplatzierten „Berichte und Rezensionen“ (Vorschlag von Markus Trapp) mehr Raum lässt. Wird unter einer Rezension klassisch die Besprechung eines Textes verstanden, so bietet „Kritik“ mehr begriffliche Freiheit und lädt (hoffentlich) dazu ein, auch Software oder anderes zu besprechen.

Der erste Beitrag in dieser Rubrik ist der frisch veröffentlichte „Workshopbericht: Armut und Bibliotheken (Nürnberg 2015)“ von Jens Ambacher, Gabriele Fahrenkrog, Rudolf Mumenthaler, Ruth Schaffer Wüthrich, Karsten Schuldt und Bruno Wüthrich.

Hier finden Sie Informationen zur Einreichung. Falls Sie nicht sicher sind, ob die von Ihnen geplante Besprechung oder der Bericht für Informationspraxis geeignet ist, können Sie uns gerne vorab kontaktieren.

Übrigens: Wir würden uns sehr über Berichte, Rezensionen und andere Artikel aus dem Archiv- und Museumsbereich freuen!

Neue Rubrik für Informationspraxis – das Kind braucht einen Namen!

In der Überschrift ist schon das Wesentliche gesagt: Informationspraxis soll nun eine dritte und dringend gewünschte Rubrik bekommen. Dort sollen Tagungsberichte, Rezensionen und andere Werke erscheinen, bei denen eine Begutachtung nicht sinnvoll möglich ist.

Nun suchen wir noch nach einem Namen für diese Rubrik und hoffen dabei auf Eure/Ihre Vorschläge! Zu gewinnen gibt es ein herzliches Dankeschön und das gute Gefühl, eine Rubrik in einem Open-Access-Journal benannt zu haben.

Neuigkeiten zur Informationspraxis

Informationspraxis ist kein fertiges Produkt. Im Gegenteil, wir hatten uns schließlich zur Aufgabe gemacht, uns weiterzuentwickeln und auch Experimente einzugehen. Und dies soll nicht folgenlos bleiben:

1. Nicht-anonymes Peer-Review
Unser Peer-Review ist nicht anonym. Das heißt, die Begutachtenden wissen, wer den Artikel geschrieben hat und in der Regel auch umgekehrt. Dies wollen wir nun institutionalisieren: Reviews, auch für Kurzbeiträge, sollen nun namentlich gekennzeichnet werden. Aufgrund der Art der Artikel ist meistens ohnehin sehr schnell ersichtlich, wer den Artikel geschrieben haben könnte. Oft sind die Inhalte schließlich aus der praktischen Arbeit in der eigenen Einrichtung entstanden. Nach unseren bisherigen Erfahrungen führt nicht-anonyme Begutachtung zu direkter Kommunikation mit der Möglichkeit, Missverständnisse schnell ausräumen zu können. Und vor allem führt es zu konstruktiven, hilfreichen Reviews. Unser Ziel ist es schließlich nicht, eine hohe Ablehnungsquote zu erzielen. Wir wollen gemeinsam an guten Artikeln arbeiten und somit die Fachkommunikation befördern.

2. Keine Begrenzung der Dokumentengröße mehr für Fachbeiträge
Die Aufhebung der Begrenzung ist schnell begründet: Es besteht offensichtlich der Wunsch, auch längere Arbeiten in Informationspraxis zu veröffentlichen. Das Ziel sollte es sein, präzise formulierte und gut lesbare Artikel zu schreiben, die ihren Gegenstand verständlich beschreiben. Ein Artikel sollte die Länge haben dürfen, die dazu benötigt wird.

3. Open Peer Review (OPR)
Jürgen Plieninger hatte in einem Kommentar berechtigterweise kritisiert, dass die OPR-Version eines Artikels zu engzeilig gesetzt ist. Dies werden wir natürlich ändern. Und wir werden – dies als kleine Vorabankündigung – in einem Testlauf in näherer Zukunft ein verändertes OPR-Verfahren ausprobieren. Mehr dazu demnächst hier in diesem Blog!