Archiv des Autors: Rudolf

Zwischendurch: Kleines Update zur Informationspraxis

Im Hintergrund wird weiter fleissig gearbeitet. Die ersten Beiträge sind in der finalen Korrekturschleife, bevor wir mit dem Open Peer Review beginnen können. Wir planen aktuell nach den Feiertagen, also anfang Januar 2015, zwei Artikel zur Begutachtung im OPR freizuschalten.

Den Kolleginnen und Kollegen von o-bib gratulieren wir herzlich zur ersten Ausgabe! Und wir wünschen alle einen guten Start ins neue Jahr, das dann die lange ersehnte erste Ausgabe der Informationspraxis bringen wird!

Über weitere Beiträge von Ihnen würden wir uns natürlich sehr freuen…

Artikel bei der Informationspraxis einreichen

Informationspraxis ist eingerichtet, sie ist bereit für die Einreichung von Artikeln! Wir starten, wie mehrfach angekündigt, jedoch nicht mit einer perfekten Lösung, sondern mit einer Beta-Version, die im laufenden Betrieb noch verbessert werden soll. Es ist uns aber wichtig, dass der damit verbundene Mehraufwand nicht auf Kosten der Autorinnen und Autoren geht.

Wir haben intensiv darüber diskutiert, welche Rubriken es benötigt und wie jeweils die Qualitätssicherung erfolgen soll. Wir haben darüber auch schon im Blog berichtet. Jetzt sind Sie an der Reihe: Sie können Beiträge bei der Informationspraxis einreichen. Es ist uns ein Anliegen, dass wir auch Mitarbeitende in Informationseinrichtungen und Studierende ansprechen, die bisher noch nicht regelmäßig in Fachzeitschriften publiziert haben. Mit diesem Blogbeitrag möchten wir Ihnen aufzeigen, welche Arten von Artikeln wir uns vorstellen können.

Beiträge aus der Berufspraxis: Arbeiten Sie an einem spannenden Projekt? Haben Sie an Ihrer Einrichtung neue Konzepte entwickelt und diese umgesetzt? Haben Sie neue Dienstleistungen eingeführt und können über erste Erfahrungen berichten? Haben Sie ein Programm geschrieben oder eine App entwickelt, welche die Arbeit im Umgang mit Information erleichtert? All dies – und zwar nicht nur aus Bibliotheken, sondern auch aus Archiven, Dokumentationsstellen, Museen oder anderen Informationseinrichtungen – passt ins Profil der Informationspraxis.

Beiträge aus dem Studium und der Weiterbildung: Haben Sie als Studierende eine interessante Arbeit geschrieben? Haben Sie in Ihrer Diplom- oder Semesterarbeit neue Erkenntnisse gefunden, die für die Community von Interesse wären? Haben Sie als Dozierende interessante Arbeiten von Studierenden betreut, deren Ergebnisse für ein breiteres Publikum spannend wären? Haben Sie in Lehrveranstaltungen und Projekten Ergebnisse erarbeitet, die für die Praxis relevant sind? Haben Sie eine Tagung besucht und dabei spannende Erkenntnisse gewonnen?

Beiträge aus der Forschung: Haben Sie als Forschende oder Studierende neue Lösungen entwickelt, die für Informationseinrichtungen interessant sind? Haben Sie neue Methoden entwickelt oder eingesetzt, die auch für die Berufspraxis tauglich sind?

Dies alles – und noch viel mehr – sind mögliche Themen und Inhalte für die Informationspraxis. Wenn Sie eine Idee oder einen Vorschlag haben, nehmen Sie gerne unverbindlich mit uns Kontakt auf. Oder reichen Sie Ihren Beitrag über unsere Plattform Informationspraxis ein.

Erste Artikel bei Informationspraxis eingereicht

Ende September haben wir den Zugang zur OJS-Plattform der Informationspraxis freigeschaltet. Seitdem ist das System bereit, damit sich AutorInnen registrieren und Beiträge einreichen können. Mit den ersten drei Einreichungen konnten wir interne Abläufe und die Kommunikation der Redaktion mit AutorInnen und ReviewerInnen testen und optimieren. Wir werden dem Anspruch, mit einer Beta-Version zu starten durchaus gerecht.

Bereits die ersten Beiträge haben auch grundsätzliche Fragen aufgeworfen: genügen die zwei Rubriken „Fachbeiträge“ und „Kurzberichte“? Ist es sinnvoll, für diese zwei Rubriken je ein unterschiedliches Verfahren zur Qualitätssicherung vorzusehen? (Längere) Fachbeiträge sollten ein Open Peer Review-Verfahren durchlaufen, die Kurzberichte durch eine Reviewerin/einen  Reviewer begutachtet werden. Nach intensiven Diskussionen haben wir uns nun dafür entschieden, dass grundsätzlich jeder Beitrag zunächst von einer Reviewerin/einem Reviewer begutachtet werden soll. Mit Zustimmung der AutorInnen können die Beiträge anschliessend einem Open Peer Review unterzogen werden. Dazu soll der Beitrag als Preprint im Blog während vier Wochen zur Kommentierung freigegeben werden. Zusätzlich wird es möglich sein, jeden veröffentlichten Beitrag in OJS zu kommentieren.

Und wann erscheinen jetzt die ersten Beiträge? Im „Normalbetrieb“ haben wir vorgesehen, die Beiträge sofort nach der Genehmigung und den redaktionellen Arbeiten freizuschalten. Quartalsweise werden die Beiträge dann zu einer virtuellen Ausgabe zusammengefasst. Bei der ersten Ausgabe wollen wir jedoch noch warten, bis mehrere Beiträge zusammengekommen sind, um mit einer „richtigen“ Nummer zu starten.

Und für diese Startnummer fehlen nur noch einige spannende Artikel aus der Informationspraxis! Hier kann man Beiträge einreichen. Wir zählen auf euch!

Weitere Schritte auf dem Weg zu Informationspraxis

Um die vielen an Informationspraxis Interessierten auf dem Laufenden halten, informieren wir hier im Blog regelmässig über den Projektverlauf.

Gestern am späten Nachmittag hat sich das Kernteam von Informationspraxis ganz ortsunabhängig per Skype getroffen. Themen waren:
– die Verbesserung der Kommunikation zu allen Beteiligten,
– die Implementation eines Projektmanagements, um keine der Aufgaben, die erledigt werden müssen, aus den Augen zu verlieren,
– weitere Verhandlungen mit der UB Heidelberg bzgl. der Doppelhaushälfte neben Perspektive Bibliothek in der Journal-Siedlung OJS.
– Befüllung der Social Media Kanäle und darüberlaufende Kommunikation

Wir sind heute ein ganzes Stück weitergekommen. Die aktiv teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen werden wir mit weiteren Informationen in den nächsten Tagen anschreiben.

Ansonsten gilt: Wer Lust hat, mit uns aktiv zu werden, kann über diese Facebook-Seite, Twitter @infoprax oder das Kontaktformular in unserem Blog Kontakt aufnehmen. Wir freuen uns über jede/n Mitstreiter/in.

Beste Grüße aus der Redaktion
Dörte

Zeitschrift Informationspraxis gegründet

Rund 25 Interessent*innen fanden sich im Rahmen des Bibliothekartags in Bremen zusammen, um über die Gründung der Zeitschrift Informationspraxis zu diskutieren und allenfalls auch zu entscheiden. Nach der Klärung inhaltlicher Fragen wurde das von einer Kerngruppe erarbeitete Konzept einstimmig angenommen. Doch worum geht es genau?

Entstanden sind die Idee und das Konzept auf der Grundlage der vor zwei Jahren intensiv geführten Diskussion um die Etablierung neuer Wege der Fachkommunikation im LIS-Bereich (#newLIS). Informationspraxis ist als Open Access-Zeitschrift der Fachcommunity aus Bibliothek, Archiv und Informationswesen dem Gedanken der freien Verbreitung von Information und Wissen verpflichtet. Inhaltlich soll sie das ganze Spektrum (Bibliothek, Archiv, Informationswesen) abdecken, wobei der Praxisbezug im Vordergrund stehen soll. Es sind Rubriken vorgesehen, um sowohl qualitätsgeprüfte wissenschaftliche Artikel als auch Beiträge aus der Praxis mit hoher Aktualität zu publizieren. Dies bedeutet, dass geprüfte und freigegebene Artikel sofort veröffentlicht werden sollen. Pro Quartal werden dann die erschienenen Artikel virtuell zu einem Heft zusammengefasst.
Einzelpersonen oder Teams übernehmen die inhaltliche und organisatorische Verantwortung für ein Thema oder Themenfeld. Zu jedem Themenfeld können wissenschaftliche Originalbeiträge, Tagungsberichte, Meinungen und Kommentare, Rezensionen, Projekt-, Erfahrungs- oder Werkstattberichte sowie Kurzfassungen von Bachelor- oder Masterarbeiten veröffentlicht werden.

Informationspraxis hat den Anspruch, dass Gestaltung, Themenauswahl und Qualitätssicherung in transparenten Prozessen erarbeitet und die Möglichkeiten des Netzes ausgeschöpft werden. Wobei an der Gründungsversammlung klar gesagt wurde, dass die Informationspraxis „einfach“ beginnen soll (quasi als public Beta), um sie dann Schritt für Schritt  weiter zu entwickeln. Technisch steht die Plattform Open Journal Systems im Vordergrund, die in Verbindung mit dem Blog eingesetzt werden soll. Hier steht die Informationspraxis in Verhandlung mit den Kolleg*innen der UB Heidelberg, um ihre Plattform nutzen zu können.

Organisatorisch wurden an der Gründungsversammlung die Rahmenbedingungen geklärt: ein Verein soll die Trägerschaft bilden und als Herausgeber fungieren. Der Verein Informationspraxis wurde an diesem Abend des 4. Juni denn auch gegründet. Das Kernteam um Dörte Böhner, Gabriele Fahrenkrog, Christian Hauschke, Lambert Heller und Rudolf Mumenthaler bildet nun den Vorstand des Vereins und wird die Arbeiten weiter vorantreiben und koordinieren. Dazu kommt ein umfangreiches Editorial Board, das sich aus den Themenverantwortlichen zusammensetzt. Diese sind für die Betreuung ihres Ressorts (Themenfelds) zuständig und für die Gewinnung von Beiträgen zu ihrem Thema. Auch hierbei handelt es sich nicht um eine „geschlossene Gesellschaft“, und an der Mitwirkung Interessierte sind eingeladen sich bei der Herausgeberschaft zu melden. In Kürze wird eine Liste der Themen und Verantwortlichen auf der Homepage aufgeschaltet.
Die Gründer*Innen sind sich bewusst, dass die Gewinnung von Autor*Innen eine der entscheidenden Herausforderungen darstellt. Und mit der Gründung mehrerer neuer Zeitschriften wird dies nicht einfacher. Zu den anderen Fachzeitschriften im Bereich LIS wird aber ausdrücklich eine gute Nachbarschaft gepflegt. Im Profil sollten sich die Zeitschriften ergänzen. Wir hoffen, dass wir mit Informationspraxis auch neue Kreise als Autor*innen ansprechen können.

Wie geht es nun weiter?
Geplant ist ein erstes „Heft“ (dafür sollen die ersten Artikel ausnahmsweise gesammelt werden) noch in 2014. Zunächst sollen nun aber die technische Plattform getestet, Workflows und Verantwortlichkeiten definiert, Mitarbeitende als Autor*Innen, Reviewer oder in anderer Funktion gewonnen werden. Ob das Projekt erfolgreich ist, hängt nicht zuletzt davon ab, dass sich möglichst viele Mitglieder der Community engagieren. Ab September nimmt die Informationspraxis Artikel entgegen. Aktuelle Information gibt es über die Homepage, soziale Medien und einschlägige Listen.

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Gründungsversammlung am 4.6.14 im Bandonion in Bremen. Hinweis: in mobilen Browsern wird das Bild zum Teil auf dem Kopf dargestellt – wir nehmen das als Symbol für den unkonventionellen Ansatz an…

Informationspraxis startet! Und Du kannst zum Erfolg beitragen!

Gründungsversammlung im Bandonion Bremen am 4.6.14

Noch ein Grund für eine OA-Zeitschrift

Die Nachricht über den Entscheid des Zürcher Handelsgerichts, das den STM-Verlagen bezüglich der Klage gegen den Dokumentlieferdienst der ETH-Bibliothek in erster Instanz Recht gegeben hat, kommt gerade richtig, um noch einen weiteren Grund für die Gründung von Open Access-Zeitschriften zu liefern. Ich spreche hier für das Kernteam der Informationspraxis: wir begrüssen ausdrücklich auch die Gründung einer Open Access-Zeitschrift durch den VDB! Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen von LIBREAS, 027.7, VDB,  VÖB und allen anderen, die sich für diese Sache einsetzen!

Vergleiche dazu den Beitrag in meinem Blog und die fundierte Stellungnahme des Rechtsanwalts Martin Steiger in seinem Blog www.steigerlegal.ch.

Deshalb: lasst uns nicht nur diese Open Access-Zeitschriften gründen – lasst uns diese Zeitschriften zum Blühen bringen! Dies könnt ihr machen, indem ihr euch als AutorInnen, als RedaktorInnen, als Reviewer oder in iregendeiner anderen Rolle engagiert. Let’s do it! Now!

Weshalb ich bei Informationspraxis mitmache (@mrudolf)

Als vor zwei Jahren die Diskussion um #newLIS wogte, habe auch ich mich  geäussert und bin für eine neue informationswissenschaftliche Zeitschrift eingetreten.  Mehrere Aspekte waren damals für mich wichtig und sind es heute noch: die vorbehaltlose Umsetzung von Open Access, der Einbezug der Community (oder die Community als Trägerschaft), eine international übliche aber im deutschen Sprachraum in unserem Fachgebiet noch seltene Qualitätssicherung, die konsequente Vernetzung mit allen Möglichkeiten des Web 2.0 – kurz die Umsetzung der Anforderungen an moderne wissenschaftliche Kommunikation in unserer eigenen Branche.

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Gründungsversammlung Informationspraxis in Bremen

Wer an einer Mitarbeit bei dem neuen Journal „Informationspraxis“ interessiert ist, kann gerne bei unserem ersten physischen Ttreffen teilnehmen.

Wann: Mittwoch, den 4.6.2014, von 18:30 bis 20:00

Wo: Bandonion (http://www.bandonion-bremen.de/ – Gertrudenstraße 37, Bremen)

Da der Platz im Veranstaltungsraum des Bandonion auf max. 32 Personen begrenzt ist, müssen wir leider darum bitten, sich vorab anzumelden.