Archiv der Kategorie: Artikel

Open Peer Review: Openness oder „nordkoreanische Verhältnisse“? Top-down implementierter Open Access im britischen Hochschulsystem

Im Volltext des Artikels (PDF) kann direkt kommentiert und annotiert werden. Dafür ist eine einmalige Anmeldung bei Hypothes.is notwendig. Eine Erläuterung zum offenen Reviewverfahren via Hypothes.is haben wir hier zusammengefasst. Anmerkungen und Kommentare zum Beitrag können aber selbstverständlich auch weiterhin über das Kommentarfeld hier im Blog abgegeben werden.

Autor: Christian KOLLER

Titel: Openness oder „nordkoreanische Verhältnisse“? Top-down implementierter Open Access im britischen Hochschulsystem

Zusammenfassung
Die britische Hochschulpolitik verfolgt seit 2011 eine ambitionierte Strategie des forcierten Übergangs zu Open Access. Die auf der Präferenz für den Goldenen Weg beruhende und top-down gesteuerte Implementierung dieser Strategie hat bei den Forschenden geteilte Aufnahme gefunden. Der Artikel analysiert Hintergründe und Kontexte der britischen Open-Access-Strategie sowie deren Auswirkungen auf die unterschiedlichen Stakeholders und zeigt auf, dass der britische Ansatz nicht nur mit beträchtlichem finanziellen und bürokratischen Aufwand verbunden ist, sondern tendenziell auch bestehende Ungleichheiten im Hochschulsystem wie auch der Verlagslandschaft zementiert und die zunehmende Einschränkung der akademischen Freiheit im managmentgesteuerten britischen Hochschulsystem verstärkt.

Open Peer Review: Open Data an Wissenschaftlichen Bibliotheken der Schweiz – Die Bereitstellung von Digitalisaten im Sinne von Open Content

Im Volltext des Artikels (PDF) kann direkt kommentiert und annotiert werden. Dafür ist eine einmalige Anmeldung bei Hypothes.is notwendig. Eine Erläuterung zum offenen Reviewverfahren via Hypothes.is haben wir hier zusammengefasst. Anmerkungen und Kommentare zum Beitrag können aber selbstverständlich auch weiterhin über das Kommentarfeld hier im Blog abgegeben werden.

Autoren: Marco HUMBEL

Titel: Open Data an Wissenschaftlichen Bibliotheken in der Schweiz – Die Bereitstellung von Digitalisaten im Sinne von Open Content

Zusammenfassung

Unter dem Stichwort Open Data wird unter anderem die Bereitstellung von Digitalisaten unter freien Lizenzen verstanden. Nationale und internationale Studien haben ergeben, dass Gedächtnisinstitutionen in den nächsten Jahren vermehrt Konzepte von Open Data umsetzen werden. Im Rahmen einer Bachelor-Thesis beschäftigte sich der Autor mit der Frage, wie die Umsetzung von Open Data und im speziellen von Open Content in Wissenschaftlichen Bibliotheken in der Schweiz konkret aussieht. Der Artikel fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen. Aus den Resultaten formuliert der Autor eine Handlungsempfehlung für Bibliotheken.

Neuer Beitrag veröffentlicht: Fotobefragung in Bibliotheken – eine Methode zur Erhebung schwer operationalisierbarer Nutzerbedürfnisse

Autorin: Salome ZEHNDER
Titel:
Fotobefragung in Bibliotheken – eine Methode zur Erhebung schwer operationalisierbarer Nutzerbedürfnisse

Zusammenfassung

Im Rahmen einer Bachelorarbeit wurden für eine kleine Schweizer Fachbibliothek die Nutzerbedürfnisse erhoben. Dabei kam neben gängigen Methoden wie einer Online-Umfrage auch die Fotobefragung zum Einsatz. Der vorliegende Beitrag zeigt die Entstehungsgeschichte und Anwendung der Methode im Bibliotheksbereich. Durch den Einsatz von Fotografien, die unter anderem auch durch den Nutzer/die Nutzerin selbst erstellt werden, können auf einfache Weise neben allgemeinen Infrastrukturbedürfnissen auch schwer operationalisierbare Nutzerbedürfnisse wie „Gemütlichkeit“ oder „angenehme Lernatmosphäre“ erhoben werden.

Schlüsselwörter

Bibliothek als Raum; Nutzerbedürfnisse; Forschungsmethoden; Fotobefragung

Neuer Beitrag veröffentlicht: Open Access als Utopie?

Autoren: Daniel HÜRLIMANN, Alexander
Titel:
Open Access als Utopie?

Zusammenfassung

Open Access (OA) wurde als Prinzip entwickelt, um jedem Leser einen direkten freien Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen weltweit zu ermöglichen. In Abweichung zu einigen aktuellen Diskussionen korreliert OA nicht mit einer bestimmten Qualität der Ergebnisse, und auch nicht mit dem formalen Stil, in dem sie in einer wissenschaftlichen Zeitschrift oder einem Buch veröffentlicht werden. Im Gegensatz zu Geschäftsmodellen die auf Subskription basieren, kann OA einfach als ein anderes Erlösmodell betrachtet werden, das vollständig auf demselben Arbeitsablauf basiert, der seit Jahrzehnten erfolgreich im wissenschaftlichen Publizieren praktiziert wird. Folglich haben fast alle großen akademischen Verlage OA als weitere Umsatzquelle zusätzlich zu ihren traditionellen Abonnement-Geschäft mittlerweile etabliert. Es ist jedoch nicht gerechtfertigt, diese Beobachtung einer laufenden Disruption des Marktes als Argument gegen OA zu verwenden, wie es Michael Hagner in einer kürzlich erschienenen Publikation versucht hat.

Schlüsselwörter

Open Access, Verlage, Wissenschaftliches Publizieren, Open Science

Neuer Beitrag veröffentlicht: Wie permanent sind Permalinks?

Autoren: Eckhart ARNOLD, Stefan MÜLLER
Titel:
Wie permanent sind Permalinks?

Zusammenfassung

In diesem Artikel versuchen wir einige Missverständnisse aufzuklären, die das Konzept von “Permalinks” betreffen. Wir erörtern zunächst, was Permalinks sind und welchem Zweck sie dienen. Unserer Ansicht nach sind Permalinks weniger als eine technische Kategorie zu verstehen denn als ein Versprechen der bereitstellenden Institution oder Person, die als Permalinks ausgewiesenen Links künftig nicht zu löschen oder zu ändern.

Nach einer begrifflichen Abgrenzung von anderen Linkarten diskutieren wir das Verhältnis von Permalinks zu anderen digitalen Identifikatoren, insbesondere DOIs. Wir stellen keinen wesentlichen Vorteil von DOIs gegenüber Permalinks fest. Anschließend diskutieren wir den Einsatz von Permalinks in der Praxis: Erst Permalinks machen Internetquellen zitierbar. Dennoch kann es in bestimmten Fällen unerlässlich sein, Internetquellen auch ohne Permalink zu verwenden. Permalinks auf lebende Dokumente und Datenbankten sollten immer auf einen bestimmten zeitlichen Zustand des Objekts verweisen und im Falle von Datenbanken auch auf die konkrete Suchanfrage (anstelle nur des einzelnen Datensatzes oder, umgekehrt, der Datenbank im Ganzen). Bei der Abwicklung von wissenschaftlichen Institutionen ist darauf zu achten, dass im Rahmen des Abwicklungsplans auch für die geregelte Übertragung der Permalinks an einen neuen Besitzer Sorge getragen wird.

Wir schließen mit einem konkreten Praxisbeispiel, dem Aufbau des Publikationsservers der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Dabei haben wir gelernt, dass BV-Nummern nicht für Permalinks zu verwenden sind, weil sie — z.B. im Rahmen der Doublettenkorrektur — stillschweigend gelöscht werden können.

Schlüsselwörter
Permalinks, Zitierbarkeit von Internetquellen, Digitale Identifikatoren, Elektronisches Publizieren

Neuer Beitrag veröffentlicht: Systematische Zielgruppenbefragung – Methode und Ergebnisse von Fokusgruppen-Interviews durch ZB MED

Autoren: Fabian GAIL, Mark VETTER
Titel:
Systematische Zielgruppenbefragung – Methode und Ergebnisse von Fokusgruppe-Interviews durch ZB MED

Zusammenfassung
Im ersten Kapitel wird zunächst das Fokusgruppeninterview als Methode in den einzelnen Ablaufschritten erläutert, wie sie „im Lehrbuch“ stehen. Das zweite Kapitel stellt dann, nach einer kurzen Einordnung in die besondere Situation von ZB MED zum entsprechenden Zeitpunkt, den praktischen Ablauf bei der Umsetzung vor und liefert einige Hinweise auf Herausforderungen im Detail. Das dritte Kapitel wiederum präsentiert einige zentrale Ergebnisse aus den Fokusgruppeninterviews als Aussagen von Forschenden und „Multiplikatorinnen und Multiplikatoren“ in den Lebenswissenschaften zu aktuellen Herausforderungen ihrer Arbeit und möglicher Beiträge von ZB MED. Die Anlage bietet eine übersichtliche Checkliste, mit der alle Interessierten die Möglichkeit haben, diese Methode auch für die eigene Arbeit sinnvoll zu nutzen.

Schlüsselwörter
Fokusgruppen; Interviews; Zielgruppen; Erfahrungsbericht

Open Peer Review: ‚Fotobefragung in Bibliotheken – eine Methode zur Erhebung schwer operationalisierbarer Nutzerbedürfnisse‘

Im Volltext des Artikels (PDF) kann direkt kommentiert und annotiert werden. Dafür ist eine einmalige Anmeldung bei Hypothes.is notwendig. Eine Erläuterung zum offenen Reviewverfahren via Hypothes.is haben wir hier zusammengefasst. Anmerkungen und Kommentare zum Beitrag können aber selbstverständlich auch weiterhin über das Kommentarfeld hier im Blog abgegeben werden.

Autorin: Salome ZEHNDER

Titel: Fotobefragung in Bibliotheken – Eine Methode zur Erhebung schwer operationalisierbarer Nutzerbedürfnisse

Zusammenfassung
Im Rahmen einer Bachelorarbeit wurden für eine kleine Schweizer Fachbibliothek die Nutzerbedürfnisse erhoben. Dabei kam neben gängigen Methoden wie einer Online-Umfrage auch die Fotobefragung zum Einsatz. Der vorliegende Beitrag zeigt die Entstehungsgeschichte und Anwendung der Methode im Bibliotheksbereich. Durch den Einsatz von Fotografien, die unter anderem auch durch den Nutzer/die Nutzerin selbst erstellt werden, können auf einfache Weise neben allgemeinen Infrastrukturbedürfnissen auch schwer operationalisierbare Nutzerbedürfnisse wie „Gemütlichkeit“ oder „angenehme Lernatmosphäre“ erhoben werden.

Neuer Beitrag veröffentlicht: Hauschke: Third-Party-Elemente in deutschen Bibliothekswebseiten

Autor: Christian HAUSCHKE
Titel:
Third-Party-Elemente in deutschen Bibliothekswebseiten
Forschungsdaten

Zusammenfassung
Einbindung von Third Party Elements (TPE) in Webseiten erlaubt es Dritten, webseitenübergreifend Nutzer zu identifizieren und ihr Informationsverhalten zu speichern. 4753 Bibliothekswebseiten wurden im Rahmen dieser Untersuchung mit der Open-Source-Software webXray auf die Einbindung von TPE untersucht. 54,77 % der analysierten Webseiten wiesen solche TPE auf. 18,94 % setzten Cookies ein, 44,81 % banden Javascript von Drittanbietern ein. Google-Services dominieren die TPE-Anbieterliste, sie werden in 30,02 % der untersuchten Webseiten verwendet.

Schlüsselwörter
Datenschutz; Bibliothekswebseite; Third-Party-Elemente

Neuer Beitrag veröffentlicht: Talke: EU-Urheberrechtsreform: Eine Problembeschreibung aus Sicht der Bibliotheken

Autor: Armin TALKE
Titel:
EU-Urheberrechtsreform: Eine Problembeschreibung aus Sicht der Bibliotheken

Zusammenfassung
Thema dieses Positionspapiers, das Herrn EU Kommissar Günther Oettinger von DBV und Staatsbibliothek zu Berlin anlässlich eines Gesprächs am 20.6.2016 vorgelegt wurde, ist die in der Mitteilung der Kommission „Schritte zu einem modernen, europäischeren Urheberrecht“ vom 9.12.2015 skizzierte Urheberrechtsreform. Das Positionspapier bezieht sich dabei insbesondere auf Regelungen, die Dienstleistungen von Bibliotheken betreffen. 

Schlüsselwörter
Urheberrecht, Europa

Neuer Beitrag veröffentlicht: Schuldt, Karsten: Erklären, warum Bibliotheken so sind, wie sie sind – Zur Nutzung von Archivmaterialien zur Erklärung des Status Quo von Bibliotheken

Autor: Karsten SCHULDT
Titel:
Zur Nutzung von Archivmaterialien zur Erklärung des Status Quo von Bibliotheken

Zusammenfassung
Die Geschichte von Bibliotheken kann helfen, ihren heutigen Status Quo zu erklären und Hinweise darauf geben, welche Entwicklungen der Bibliotheken realistisch sind. Anhand eines Beispiels aus einer Studie zum Status Quo der Volksschulbibliotheken im Kanton St. Gallen soll gezeigt werden, dass eine solche Rekonstruktion der Geschichte von Bibliotheken und bibliothekarischen Infrastrukturen mit teilweise wenig Aufwand möglich ist und unerwartete Ergebnisse hervorbringen kann. Zudem wird gezeigt, wie mit einer Archivrecherche der Status Quo von Schulbibliotheken gut erklärt werden kann. Im Fazit wird argumentiert, dass dies auch für andere Bibliothekstypen gelten kann.

Schlüsselwörter
Archivrecherche, Bibliotheksgeschichte, Volksschulbibliotheken, St. Gallen