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Open Peer Review: Auf dem Weg zur Open Access-Transformation: Eine datenbasierte Analyse des DFG-Förderprogramms „Open Access Publizieren“

Im Volltext des Artikels kann bis zum 04. Juli 2020 direkt kommentiert und annotiert werden. Dafür ist eine einmalige Anmeldung bei Hypothes.is notwendig. Eine Erläuterung zum offenen Reviewverfahren via Hypothes.is haben wir hier zusammengefasst. Anmerkungen und Kommentare zum Beitrag können aber selbstverständlich auch weiterhin über das Kommentarfeld hier im Blog abgegeben werden.

AutorInnen: Irene BARBERS, Sonja ROSENBERGER, Bernhard MITTERMAIER

Titel (Preprint): Auf dem Weg zur Open Access-Transformation: Eine datenbasierte Analyse des DFG-Förderprogramms „Open Access Publizieren“

Zusammenfassung: In Deutschland bildet das Programm „Open Access Publizieren“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ein zentrales Instrument zur institutionellen Förderung von Open Access-Publikationen. Im Zuge dessen stellt die DFG deutschen Universitäten seit dem Jahr 2010 Fördermittel zur Verfügung, um wissenschaftliche Publikationen von Universitätsangehörigen in Open Access-Zeitschriften zu veröffentlichen (sogenannter „Goldener Weg“ des Open Access). Ziel des Förderprogramms ist dabei, an den geförderten Universitäten dauerhafte Strukturen zur Finanzierung von Open Access-Publikationen aufzubauen und einen Anreiz für die Etablierung regulärer Etats zu setzen.

Für die Publikations- beziehungsweise Abrechnungsjahre 2011-2017 haben insgesamt 45 Universitäten, teilweise auch mit Unterbrechungen, die DFG-Förderung in Anspruch genommen. Um das Förderprogramm nach mehreren Jahren Laufzeit zu evaluieren, hat die Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich im Auftrag der DFG eine Datenanalyse zum Publikationsoutput der geförderten Universitäten erstellt. Der Artikel beschreibt zusammenfassend die Kernergebnisse der Studie sowie die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen für zukünftige Monitoring-Verfahren.

Schlüsselwörter
Open Access, DFG-Förderprogramm, Finanzierung, Publikation, Studie

Open Peer Review: Dynamisch, flexibel, fluid: Neue Aufstellungskonzepte und die Bedeutung virtueller Wissensräume

Im Volltext des Artikels (PDF) kann bis zum 11. März 2020 direkt kommentiert und annotiert werden. Dafür ist eine einmalige Anmeldung bei Hypothes.is notwendig. Eine Erläuterung zum offenen Reviewverfahren via Hypothes.is haben wir hier zusammengefasst. Anmerkungen und Kommentare zum Beitrag können aber selbstverständlich auch weiterhin über das Kommentarfeld hier im Blog abgegeben werden.

Autorin: Stefanie Spiegelberg

Titel: Dynamisch, flexibel, fluid: Neue Aufstellungskonzepte und die Bedeutung virtueller Wissensräume

Zusammenfassung
In der vorliegenden Studie wurde anhand von qualitativen Inhaltsanalysen der Sachstand von fluiden Aufstellungskonzepten ermittelt. Ziel war es, Hinweise auf zu beachtende Aspekte, Auswirkungen und offene Fragen bei der Umsetzung eines fluiden Aufstellungskonzeptes an einer Universitätsbibliothek zu erhalten.

Schlüsselwörter
Fluide Bibliothek, Aufstellungssystematk, Dynamisches Bestandsmanagement

Open Peer Review: Problematische Aspekte bibliometrie-basierter Forschungsevaluierung

Im Volltext des Artikels (PDF) kann bis zum 10. Dezember 2018 direkt kommentiert und annotiert werden. Dafür ist eine einmalige Anmeldung bei Hypothes.is notwendig. Eine Erläuterung zum offenen Reviewverfahren via Hypothes.is haben wir hier zusammengefasst. Anmerkungen und Kommentare zum Beitrag können aber selbstverständlich auch weiterhin über das Kommentarfeld hier im Blog abgegeben werden.

Autor: Christian Hauschke

Titel: Problematische Aspekte bibliometrie-basierter Forschungsevaluierung (Preprint)

Zusammenfassung

Bibliometrie dient oftmals als Grundlage für die Beurteilung wissenschaftlicher Leistung. Dazu werden verschiedene Metriken und Indikatoren verwendet, die zur Vermessung von Publikationen oder des Outputs von Forschenden gedacht sind. Die Eignung der verwendeten Kennzahlen ist strittig. Oft ist es klar, dass sie völlig ungeeignet sind. Dennoch dienen sie nach wie vor als Grundlage, um über die Karrieren von Forschenden und somit über ihre individuelle Zukunft, aber auch die Zusammensetzung der Akteure in der Wissenschaftslandschaft zu entscheiden. Dies führt zu verschiedenen ethischen und auch ökonomischen Problemen. Initiativen wie die San Francisco Declaration of Research Assessment (DORA) versuchen, diesen Fehlentwicklungen entgegen zu wirken.

Open Peer Review: Wie permanent sind Permalinks?

Im Volltext des Artikels (PDF) kann direkt kommentiert und annotiert werden. Dafür ist eine einmalige Anmeldung bei Hypothes.is notwendig. Eine Erläuterung zum offenen Reviewverfahren via Hypothes.is haben wir hier zusammengefasst. Anmerkungen und Kommentare zum Beitrag können aber selbstverständlich auch weiterhin über das Kommentarfeld hier im Blog abgegeben werden.

Autoren: Eckhard ARNOLD, Stefan MÜLLER

Titel: Wie permanent sind Permalinks?

Zusammenfassung
In diesem Artikel versuchen wir einige Missverständnisse aufzuklären, die das Konzept von ‚Permalinks‘ betreffen. Wir erörtern zunächst, was Permalinks sind und welchen Zweck sie dienen. Unserer Ansicht nach sind Permalinks weniger als technische Kategorie zu verstehen, denn als ein Versprechen der bereitstellenden Institution oder Person, die als Permalink ausgewiesenen Links künftig nicht fallen zu lassen oder zu ändern. Sodann grenzen wir den Begriff gegen andere Linkarten ab. Wir diskutieren kurz das Verhältnis von Permalinks zu anderen Identifikatoren. Anschließend untersuchen wir, worauf beim praktischen Gebrauch von Permalinks zu achten ist. Wir schließen mit einem konkreten Praxis-Beispiel, das den Aufbau des Publikationsservers für die Bayerische Akademie der Wissenschaften betraf.

Neu! Open Peer Review mit Hypothes.is

Ein Punkt auf unserer (nicht kürzer werdenden) To-Do-Liste war lange, eine komfortablere Möglichkeit zur Verfügung zu stellen, um Beiträge im Open Peer Review direkt annotieren und kommentieren zu können. Nachdem Adrian Pohl Anfang des Jahres ein praktisches Beispiel dafür lieferte, wie dies über das Tool Hypothes.is recht einfach geschehen kann, haben wir damit mal ein wenig herumexperimentiert. Als Ergebnis wird nun der erste Artikel in dieser Form zur Begutachtung bei uns veröffentlicht werden.

Über Rückmeldungen zu diesem Verfahren würden wir uns freuen!

Das Verfahren kurz erläutert

Wie gewohnt, stellen wir den zu begutachtenden Beitrag als PDF zur Verfügung. Allerdings künftig via Hypothes.is, so dass – nach Registrierung bzw. Anmeldung – direkt im Artikel Anmerkungen angefügt werden können.

Die Registrierung erfolgt auf der Webseite Hypothes.is, es werden dafür lediglich eine Emailadresse, ein Username und ein Passwort benötigt.

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Direkt nach der Registrierung ist das Bearbeiten im Dokument möglich. Wer bereits registriert ist, kann sich auch über das Dokument anmelden.

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Damit die eigenen Anmerkungen gespeichert werden können, ist eine Anmeldung in jedem Fall notwendig.

Weitere Informationen:
Notiz von Ben Kaden bei Fu-Push zu Hypothes.is
Hypothes.is Frequently Asked Questions

Neuigkeiten zur Informationspraxis

Informationspraxis ist kein fertiges Produkt. Im Gegenteil, wir hatten uns schließlich zur Aufgabe gemacht, uns weiterzuentwickeln und auch Experimente einzugehen. Und dies soll nicht folgenlos bleiben:

1. Nicht-anonymes Peer-Review
Unser Peer-Review ist nicht anonym. Das heißt, die Begutachtenden wissen, wer den Artikel geschrieben hat und in der Regel auch umgekehrt. Dies wollen wir nun institutionalisieren: Reviews, auch für Kurzbeiträge, sollen nun namentlich gekennzeichnet werden. Aufgrund der Art der Artikel ist meistens ohnehin sehr schnell ersichtlich, wer den Artikel geschrieben haben könnte. Oft sind die Inhalte schließlich aus der praktischen Arbeit in der eigenen Einrichtung entstanden. Nach unseren bisherigen Erfahrungen führt nicht-anonyme Begutachtung zu direkter Kommunikation mit der Möglichkeit, Missverständnisse schnell ausräumen zu können. Und vor allem führt es zu konstruktiven, hilfreichen Reviews. Unser Ziel ist es schließlich nicht, eine hohe Ablehnungsquote zu erzielen. Wir wollen gemeinsam an guten Artikeln arbeiten und somit die Fachkommunikation befördern.

2. Keine Begrenzung der Dokumentengröße mehr für Fachbeiträge
Die Aufhebung der Begrenzung ist schnell begründet: Es besteht offensichtlich der Wunsch, auch längere Arbeiten in Informationspraxis zu veröffentlichen. Das Ziel sollte es sein, präzise formulierte und gut lesbare Artikel zu schreiben, die ihren Gegenstand verständlich beschreiben. Ein Artikel sollte die Länge haben dürfen, die dazu benötigt wird.

3. Open Peer Review (OPR)
Jürgen Plieninger hatte in einem Kommentar berechtigterweise kritisiert, dass die OPR-Version eines Artikels zu engzeilig gesetzt ist. Dies werden wir natürlich ändern. Und wir werden – dies als kleine Vorabankündigung – in einem Testlauf in näherer Zukunft ein verändertes OPR-Verfahren ausprobieren. Mehr dazu demnächst hier in diesem Blog!

Zusammenfassung: Informationspraxis beim #bibtag15

PostersessionPlakat

Unterstützt durch Autor und Board-Mitglied Bernhard Mittermaier waren wir am Mittwoch und Donnerstag mit unserem Plakat in der Postersession vertreten. Dort ergaben sich einige Gespräche mit Anregungen und Kritik zur Zeitschrift und zu unserer Arbeit, die wir gerne aufnehmen und weiter diskuitieren wollen. Insbesondere das Open Peer Review, unsere dringendste Baustelle, wenn man so will,  war immer wieder Thema. Die Gespräche auch am Donnerstag, als Dörte Böhner den Interessierten am Poster Rede und Antwort stand, drehten sich um die Besonderheiten von Informationspraxis. Tweet_Poster2Wir erhielten aber auch einiges Lob. Vielen Dank dafür, es spornt uns an, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen!

Ein weiteres Thema war die Kommunikation mit der Community. In diesem Zusammenhang tauchte mehrmals die Frage auf, warum wir kein Treffen für Redaktion, Board und sonstige Interessierte in Nürnberg organisiert haben. Ganz ehrlich: es hat schlichtweg niemand von uns daran gedacht :/ Für den Bibliothekskongress 2016 in Leipzig werden sicher schauen, dass wir ein Treffen hinbekommen.

Zu guter Letzt wurdePreisverleihung_Poster unser Plakat im Rahmen der Abschlussveranstaltung, als eines von drei herausragenden Plakaten der Posterausstellung,  prämiert. Den erhaltenen Gutschein haben wir als Dankeschön an Ulf Witt weiter gereicht, der für uns die grafische Gestaltung des Posters übernommen hat.

Das Poster kann vom BIB OPUS-Publikationsserver heruntergeladen werden.

Invited Session des VDB  ‚Open und mehr – welche Kanäle benötigen wir für die bibliothekarische Fachdiskussion im Online-Zeitalter?

Vertreten auf dem Podium waren LIBREAS, B-u-B, o-bib, VOEBB-Mitteilungsblatt, GMS Medizin – Bibliothek – Information und natürlich Informationspraxis.

In der von Lambert Heller moderierten Session vertrat Rudolf Mumenthaler die Sicht der Redaktion der Informationspraxis. Auch hier war wieder Peer Review ein Thema, und die Fragen gingen von ‚brauchen wir Peer Review/Qualitätssicherung, wenn ja, wie viel davon?‘ über ‚welche Form des Peer Reviews ist sinnvoll in der Community?‘ hin zu der grundsätzlichen Frage, wie ein Peer Review für Praktiker aussehen sollte, die das bisherig2015-05-27_Podium1e Verfahren vielleicht eher davon abhält, überhaupt zu schreiben.

Diese und weitere Fragen und Anregungen, die wir im Anschluss aus weiteren Gesprächen mitgenommen haben, werden selbstverständlich in die Diskussion bei Informationspraxis einfließen. Kurz zusammengefasst müssen wir uns die Frage stellen, ob wir im Journal- oder im (Open-) Peer Review-Geschäft sind und wie eine Qualitätssicherung gewährleistet werden kann ohne dabei von Vornherein potentielle AutorInnen auszuschließen. Letztlich sollte es, wie auch Rudolf mit Unterstützung von Bernhard Mittermaier aus dem Publikum in der Session betonte, darum gehen Autorinnen und Autoren dabei zu unterstützen,  die Beiträge stetig zu verbessern.

Verein Informationspraxis: Jahresmitgliederversammlung

Im Rahmen des Bibliothekartags wurde auch die formell notwendige 2. Mitgliederversammlung des Vereins Informationspraxis abgehalten. Unter dem Vorsitz von Rudolf Mumenthaler wurden von den anwesenden Vorstandsmitgliedern und zwei Vereinsmitgliedern die Rechnung abgenommen, der Jahresbericht genehmigt sowie Budget und Programm für 2015 genehmigt. Auf Antrag des Revisors Peter Jobmann wurde der Vorstand entlastet – was bei einer Erfolgsrechnung und Bilanz mit jeweils 0.- Franken doch eher Formsache war.

Wir sind ja bestrebt, die Vereinsarbeit aufs Notwendigste zu beschränken. In Nürnberg wurde uns aber bewusst, dass wir für eine reguläre Vereinstätigkeit und vor allem für die Mitgliederversammlung noch Mitglieder benötigen. Wir laden euch deshalb herzlich ein, sich für eine Mitgliedschaft anzumelden. Momentan beträgt der Mitgliederbeitrag Fr. 0.- (entspricht ziemlich genau € 0.-). Gemäss Statuten (Satzung) obliegt es der Mitgliederversammlung, die Höhe des Beitrags zu bestimmen.

Die Infos zum Verein (Jahresbericht, Statuten) etc. findet ihr in der entsprechenden Rubrik im Blog. Hier kann man sich über das Kontaktformular auch für die Mitgliedschaft bewerben. Formal ist der Vereinsvorstand für die Aufnahme neuer Mitglieder zuständig.

Die erste Ausgabe ist vollständig!

Zum ersten Halbjahr 2015 schließen wir die erste ‚virtuelle Ausgabe‘ der Informationspraxis mit insgesamt vier Fachbeiträgen und zwei Kurzberichten, die zwischenzeitlich bereits veröffentlicht wurden, ab.

Zeit für eine Zwischenfazit!

1. Wie lief das Experiment Open Peer Review?

Das Informationspraxis Open Peer Review anbieten möchte, stieß bei der Ankündigung auf große, bis zur Begeisterung reichende Zustimmung. Leider hat sich das bíslang (noch?) nicht in einer großen Anzahl von Reviews niedergeschlagen. Welche Anreize können wir potenziellen Gutachterinnen und Gutachtern bieten? F1000 bietet monetäre Anreize in Form von Article Processing Charges. Da wir keine Gebühren für Veröffentlichungen nehmen, steht uns dieser Weg nicht offen.

Was meinen Sie? Was können wir tun, damit sich die Beteiligung am Open Peer Review erhöht?

2. Redaktionelle Abläufe

Hier sind wir in steter Optimierung der Abläufe. Nach wie vor große Probleme bereitet uns die Konvertierung der Dokumente in sauberes HTML. Auch die Schlussredaktion benötigt recht viel Zeit und vor allem Aufmerksamkeit.

3. Werden Sie Herausgeberin oder Herausgeber!

Von Anfang an war das Zusammenwirken mit der Community ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts von Informationspraxis. Das bedeutet: Sie können schreiben, begutachten oder – siehe oben – auch redaktionell mit tätig werden. Sie können auch inhaltlich Verantwortung übernehmen und eine Artikelreihe konzipieren oder, wenn Sie einen spannenden Vortrag besucht haben, einfach mal vorschlagen, dass doch eine schriftliche Fassung davon in Informationspraxis veröffentlicht werden könnte. Auch hier gilt: Sprechen Sie uns an, wir diskutieren Ihr Vorhaben gerne mit Ihnen.

Insgesamt möchte die Redaktion an dieser Stelle sagen, dass wir – bei aller Bescheidenheit – stolz auf das Erreichte sind. Wir haben ein Open-Access-Jounal geschaffen, dass nun von Ihnen und uns mit Leben gefüllt wird. Wir sind nun sehr gespannt darauf, wie es damit weitergeht!

Richtlinien für das Open Peer Review

Liebe GutachterInnen, liebe KommentatorInnen,

um eine gute Qualität der Beiträge zu gewährleisten, sollten für die Beurteilung grundsätzlich die Fragen aus den Richtlinien für GutachterInnen herangezogen werden.

Auch kurze Kommentare zu Inhalt, Form und Gestaltung sind, wie alle Beiträge die konstruktiv zur Verbesserung des Manuskripts beitragen, ausdrücklich erwünscht und werden an die AutorInnen weitergeleitet.

Bei der Begutachtung von Beiträgen im Open Review-Verfahren, erklären Sie sich zudem mit den nachstehenden Punkten einverstanden und halten diese ein:

  1. Ich werde mein Review mit meinem Namen unterzeichnen.
  2. Ich werde mit Integrität begutachten.
  3. Ich werde das Review als Dialog mit der Autorin/dem Autor behandeln; Ich werde insbesondere konstruktive Kritik üben.
  4. Ich werde eine Botschafterin/ein Botschafter für die Praxis offener Wissenschaft sein.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare zu Artikeln im Open Review, die diesen Grundsätzen nicht entsprechen oder diese gar verletzen, nicht zu veröffentlichen.

Optimierung des Open Peer Review-Verfahrens

Die Informationspraxis setzt zur Qualitätssicherung ein Open Peer Review-Verfahren (OPR) ein. Nach den ersten Erfahrungen und Rückmeldungen aus der Community zeigen sich einige Punkte, die überdacht, diskutiert und eventuell verbessert werden können.

Kommentare und Reviews

Grundsätzlich sind uns alle sachlichen Kommentare im Rahmen des OPR willkommen. Die im Blog abgegebenen Kommentare werden von der Redaktion gesammelt und zum Abschluss des Verfahrens an die Autorinnen und Autoren weitergeleitet. Die Hinweise auf falsch zugeordnete Zitate, auf fehlende Angaben, nicht aktuelle Zahlen etc. sind nützlich und dienen der Verbesserung der Beiträge. Diese Kommentare ersetzen jedoch nicht eine eingehende Prüfung des Beitrags im Rahmen eines ordentlichen Reviews.

Die Kommentare werden – wie in einem früheren Blogbeitrag bereits erläutert – oft nicht auf der Plattform abgegeben, sondern auf allen möglichen Kanälen – von Twitter bis zu eigenen Blogs und direkten Mails an die Autorinnen und Autoren. Es ist der Redaktion nicht möglich, diese verteilten Rückmeldungen und Kommentare zu sammeln und den Autorinnen und Autoren zukommen zu lassen. Es ist also für die Transparenz des Vorgangs und die Möglichkeit der Rückmeldung an die Autorinnen und Autoren wichtig, dass die Kommentare auf der dafür vorgesehenen Plattform, im Blog der Informationspraxis, eingereicht werden.

Diese Kommentare können das ordentliche Review also nicht ersetzen. Es ist deshalb für den Erfolg des OPR entscheidend, dass die Artikel gründlich und strukturiert begutachtet werden. Was verstehen wir unter einem „richtigen“ Review?

„Ordentliches“ Open Peer Review

Ein klassisches Review erfolgt auf der Basis von Fragen, die den Gutachterinnen und Gutachtern in der Regel durch die Redaktion bereitgestellt werden. Das Review soll sicherstellen, dass es sich um originale Forschung handelt, dass Quellen korrekt zitiert werden, dass die eingesetzten Methoden überprüfbare Ergebnisse liefern, dass der Beitrag wissenschaftlichen Kriterien genügt usw. Auch die Informationspraxis bietet eine solche Hilfestellung für Reviewerinnen und Reviewer in Form von Richtlinien für GutachterInnen. Wir stellen uns ein „richtiges“ Review im Sinne des OPR so vor, dass sich eine Fachperson des Beitrags annimmt, ihn nach diesen Richtlinien begutachtet und dieses Review unter seinem Namen als Kommentar ins Blog hochlädt. Ein Beispiel dafür gibt Beat Mattmann in seinem Kommentar zum Beitrag von Mumenthaler/Schuldt. Der Unterschied zum klassischen Peer Review besteht primär darin, dass das Review nicht anonym erfolgt und dass es offen einsehbar ist. In den Punkten Genauigkeit, Kompetenz und Sachlichkeit sollte ein Open Peer Review jedoch dem klassischen ebenbürtig sein.

Verpflichtung zu OPR

Wir möchten daran festhalten, dass Autorinnen und Autoren sich freiwillig dem OPR-Verfahren unterziehen können. Wer einen Fachartikel einreicht, kann also wählen, ob er ein klassisches oder das Open Peer Review-Verfahren durchlaufen soll. Wir finden, dass wir möglichst keine Autorinnen und Autoren abschrecken möchten. Wir sind noch dabei (mit wir ist hier die ganze Community gemeint), Erfahrungen mit dem OPR zu sammeln. Die Redaktion hat Verständnis dafür, falls jemand lieber auf ein klassisches Review setzt und sich nicht dem öffentlichen Verfahren aussetzen möchte. Allerdings möchten wir das Verfahren einheitlich gestalten (siehe oben) und bei den publizierten Artikeln angeben, welches Review sie durchlaufen haben.

Der Open-Peer-Review-Eid

Nora Schmidt hat uns einen Vorschlag zur Verbesserung des OPR hingewiesen. In: Aleksic J, Alexa A, Attwood TK et al. An Open Science Peer Review Oath, F1000Research 2015, 3:271, http://dx.doi.org/10.12688/f1000research.5686.2 wird ein OPR-Eid vorgeschlagen, den wir gerne für das Open Peer Review-Verfahren der Informationspraxis übernehmen würden (eigene Übersetzung aus dem Englischen):

  1. Prinzip: Ich werde mein Review mit meinem Namen unterzeichnen.
  2. Prinzip: Ich werde mit Integrität begutachten.
  3. Prinzip: Ich werde das Review als Dialog mit der Autorin/dem Autor behandeln; Ich werde insbesondere konstruktive Kritik üben.
  4. Prinzip: Ich werde eine Botschafterin/ein Botschafter für die Praxis von offener Wissenschaft sein.

Wer sich an dieser „Verschwörung“ beteiligen möchte, ist also herzlich eingeladen: Begutachen Sie Beiträge aus Ihrem Fachgebiet und stellen Sie Ihr Review der Öffentlichkeit zur Verfügung.